Produktübersicht

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Abbildung 1. DIRT
Tabelle 1. Komponenten
Pos.Eigenschaft
1Vorbau
2Lenker
3Bremshebel
4Steuersatz
5Federgabel
6Schnellspanner / Steckachse
7Nabe
8Felge
9Ventil
10Pedal
11Tretkurbel
12Kettenblatt
13Kette
14Bremse hinten
15Bremsscheibe
16Sattelstützenklemme
17Sattelstütze
18Sattel
Tabelle 2. Rahmen
Pos.Eigenschaft
IOberrohr
IIUnterrohr
IIISitzrohr
IVKettenstrebe
VSitzstrebe
VISteuerrohr

Über diese Anleitung

Diese Bedienungsanleitung gibt wichtige Informationen und Hinweise zum Umgang mit den Fahrrädern von MERIDA, um den sicheren und bestimmungsgemäßen Gebrauch des Fahrrads zu gewährleisten. Sie soll dir eine umfassende Darstellung und Beschreibung bieten, damit du dein Fahrrad entsprechend der vorgesehenen Anwendung sicher nutzen kannst.

Voraussetzung für die sichere Benutzung deines Fahrrades ist das Beachten aller Sicherheitshinweise und Anweisungen in dieser Bedienungsanleitung.

Anmerkung: Folge dieser Anleitung für einen ordnungsgemäßen und sicheren Gebrauch der Anlage. Bewahre dieses Dokument für die künftige Verwendung bis zur Entsorgung der Anlage sorgfältig auf!

Symbole

Unterschiedliche Textattribute, Schreibweisen und Textstrukturierungen erleichtern das Lesen dieses Dokuments.

Die Textattribute (Hervorhebungen) innerhalb des Dokuments haben folgende Bedeutung:

ZeichenBedeutung
Anweisung
Listenelement
1. Handlungsanweisung

Sicherheitshinweise

In dieser Betriebsanleitung stehen Sicherheitshinweise vor einer Handlungsanweisung, bei der die Gefahr von Personen- oder Sachschäden besteht. Die beschriebenen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr müssen eingehalten werden.

Die Sicherheits- und Warnhinweise in diesem Dokument kennzeichnen Gefahren und Risiken und sind entsprechend ANSI Z535.6-2011 und der Normenreihe ISO 3864 angelegt.

Garantiebedingungen

Dein Fahrrad wurde sorgfältig gefertigt und dir im Normalfall von deinem MERIDA-Fachhändler vollständig endmontiert und fahrbereit übergeben.

Während der ersten zwei Jahre nach dem Kauf hast du vollen Anspruch auf die gesetzliche Gewährleistung auf Neukäufe innerhalb der EU-Staaten. Sollten an deinem Fahrrad Mängel auftreten, ist der MERIDA-Fachhändler dein richtiger Ansprechpartner. Bewahre für diesen Fall den Kaufbeleg auf.

Voraussetzung für die Garantie, eine lange Lebensdauer und Haltbarkeit deines Fahrrads ist, dass du dein Fahrrad nur gemäß seinem Einsatzzweck nutzt und folgende Punkte beachtest:

  • Bestimmungsgemäße Verwendung
  • Vor der ersten Fahrt
  • zulässiges Gesamtgewicht
    • Das Maximalgewicht addiert sich aus Fahrer, Fahrrad, Ausrüstung, Gepäck sowie Anbauteilen und Zubehör.
  • Halte die angegebenen Drehmomente der Schrauben ein
  • Halte die vorgeschriebenen Wartungsintervalle ein
  • Verwende ausschließlich originale Ersatzteile bzw. Zubehörteile

Hinweise zum Verschleiß

Anmerkung: Zubehör kann die Eigenschaften des Fahrrads stark beeinflussen. Wende dich bei Fragen und Unsicherheiten an deinen MERIDA-Fachhändler.

Einige Bauteile deines Fahrrads unterliegen einem funktionsbedingten Verschleiß und müssen bei Erreichen der Verschleißgrenze ausgetauscht oder regelmäßig gewartet werden:

Kette, Bremsbeläge, Bremsflüssigkeit, Bremsscheiben, Bremsleitungen, Dichtungen von Federelementen, Lager des Hinterbaus, Naben und Steuersatz, Lack und Dekore, Griffe, Kettenblätter, Kettenstrebenschutz, Reifen und Schläuche, Ritzel, Sattelbezug, Schaltwerksrollen, Schmierstoffe.

Garantie auf dein Fahrrad

Es besteht folgende über die gesetzliche Gewährleistung hinausgehende Herstellergarantie ab Datum des Verkaufs an den Erstkäufer:

  • 5 Jahre Garantie für Rahmen
  • 2 Jahre bei gewerblicher Nutzung: Garantie für Rahmen und Starrgabeln
  • 2 Jahre auf alle MERIDA-Komponenten
  • Gesetzliche Gewährleistung für Lackierungen und unterlackierte Dekore

Im Garantiefall behält es sich MERIDA vor, das jeweilige Nachfolgemodell in der verfügbaren Farbe zu liefern – bei Nichtverfügbarkeit das jeweilige höherwertige Modell.

Gewährleistung für Stoßdämpfer, Federgabeln und andere Marken-Zubehörteile wird nicht über MERIDA, sondern über die nationalen Vertreiber der Teile-Hersteller abgewickelt.

Anmerkung: In allen Fällen ist der MERIDA-Fachhändler dein erster Ansprechpartner.

Herstellergarantie

Die Herstellergarantie gilt nur für den Erstkäufer unter Vorlage des Kunden-Kaufbelegs, aus dem Kaufdatum, Adresse des Fachhändlers, Modell und Rahmennummer hervorgehen müssen.

Die Garantie schließt Arbeitskosten und Transportkosten sowie durch Defekte verursachte Folgekosten nicht ein.

Wettkampfeinsätze sind im Rahmen der jeweiligen Nutzungskategorie zulässig.

Ausgeschlossen sind Schäden durch:

  • Verschleiß
  • mangelnde Pflege und Wartung
  • Sturz / Unfälle
  • Überlastung durch zu hohe Beladung
  • unsachgemäße Montage und Behandlung
  • Anbauten und Umbauten von zusätzlichen Komponenten

Im Interesse einer langen Lebensdauer und Haltbarkeit der Komponenten müssen die Montagevorschriften der Hersteller, die vorgeschriebenen Wartungsintervalle und regelmäßiger Austausch sicherheitsrelevanter Bauteile eingehalten werden.

Bestimmungsgemäße Verwendung

Dein Fahrrad ist zur Fortbewegung einer Person auf öffentlichen Straßen, Radwegen und befestigten Wegen bestimmt. Es darf nur entsprechend seiner Bauart und den Herstellerangaben genutzt werden. Die zulässige Gesamtmasse aus Fahrrad, Fahrer und Gepäck ist einzuhalten. Eine Nutzung über den vorgesehenen Einsatzzweck hinaus, wie etwa für Stunts, Sprünge, Wettkämpfe, extreme Geländefahrten oder technische Veränderungen, gilt als nicht bestimmungsgemäß. Die bestimmungsgemäße Verwendung ist Voraussetzung für die Sicherheit, die Aufrechterhaltung von Garantieansprüchen und Haftungsansprüchen sowie den ordnungsgemäßen Betrieb des Fahrrads.

Nicht bestimmungsgemäße Verwendung

Als nicht bestimmungsgemäße Verwendung gilt der Einsatz außerhalb der dem Fahrrad zugeordneten Kategorie nach der DIN EN 17406 Gebrauchsklassifizierung von Fahrrädern.

Darüber hinaus gilt als nicht bestimmungsgemäße Verwendung:

  • der Austausch, Einsatz und Montage von nicht zugelassenen Komponenten
  • Montage eines Verbrennungs- oder Elektromotors
  • jede Reparaturmaßnahme an Carbonteilen
  • mechanische Veränderung bestehender Teile (Schleifen, Feilen, Bohren etc.)
  • Entfernen von Sicherheitsausrüstung (z.B. Reflektoren) oder von Haltevorrichtungen
  • Steigerung der Leistung (Tuning)

Kategorie 5 Freeride und Downhill

MERIDA-Fahrräder der Kategorie 5 Freeride und Downhill sind für den Off-Road-Einsatz vorgesehen. Zusätzlich zur Nutzung auf Wegen und technischen Abschnitten, die Wurzeln, Steine, Rinnen und losen Untergrund aufweisen, dürfen Fahrräder der Kategorie 5 in grobem Gelände mit verblockten Sequenzen benutzt werden. Sprünge auf offiziellen MTB-Stecken mit gebauten Landungen über 1,2 m sind zulässig.

Der umfassende Einsatz in Bikeparks ist freigegeben.

Insbesondere bei Sprüngen kann es bei ungeübten Fahrern zu unsauberen Landungen kommen. Die auf das Fahrrad einwirkenden Kräfte können dabei im Vergleich zu einer sauberen Fahrweise signifikant höher ausfallen. Dies kann zu Beschädigungen und Verletzungen führen.

Bestimmungsgemäßer Einsatzzweck sind Sport- und Wettbewerbsfahrten mit sehr herausforderndem technischen Anspruch der Wege, sowie für extreme Sprünge oder Abfahrten auf unbefestigten Wegen. Es können hierbei Geschwindigkeiten von mehr als 40 km/h erreicht werden.

Für MERIDA-Fahrräder der Kategorie 5 besteht eine 5 jährige Garantie.

Maximales Gesamtgewicht: 135 kg

Abbildung 2. Sticker für die Kategorie
Anmerkung:

Lasse dein MERIDA-Fahrrad bei regelmäßiger Bikepark Nutzung häufiger als im Wartungsplan vorgesehen durch deinen MERIDA-Fachhändler überprüfen.

Transport

Dein Fahrrad wurde sorgfältig gefertigt und dir im Normalfall von deinem MERIDA-Fachhändler vollständig endmontiert und fahrbereit übergeben.

Transport mit dem Fahrzeug

Dein Fahrrad kann am oder im Fahrzeug transportiert werden.

  • Achte immer auf die sichere Befestigung des Fahrrads am oder im Fahrzeug und kontrolliere die Befestigung regelmäßig.
  • Entferne alle Gegenstände und abnehmbares Zubehör auf den Gepäckträgern.
  • Falls angebracht, nimm den Kindersitz ab.

Beachte die Transportbedingungen des Herstellers deines Fahrradträgers.

Bevor du mehrere Fahrräder auf einem Fahrradträger transportierst, informiere dich, für welche Gesamtzuladung der Fahrradträger zugelassen ist und wie hoch die Dachlast bzw. die Stützlast der Anhängerkupplung ist.

Stelle sicher, dass alle beweglichen und losen Teile und das Bedienelement entfernt und für die Fahrt sicher im Fahrzeug verstaut sind.

Länderunterschiede bei der Kennzeichnung von Fahrradtransporten:

Informiere dich über die Vorschriften zum Transport von Fahrrädern in den von dir besuchten Ländern.

Lagerung

Kurze Zeit

Wenn du dein Fahrrad während der Saison regelmäßig wartest, musst du keine besonderen Maßnahmen ergreifen.

Bewahre dein Fahrrad an einem trockenen, gut belüfteten Ort auf.

Längere Zeit

Während längerer Standzeit verlieren die Schläuche nach und nach an Luft. Steht das Fahrrad längere Zeit auf platten Reifen, kann deren Aufbau Schaden nehmen. Hänge deshalb die Laufräder oder das gesamte Fahrrad auf oder kontrolliere regelmäßig den Reifendruck.

Säubere dein Fahrrad und schütze es gegen Korrosion. Bei deinem MERIDA-Fachhändler erhältst du hierfür spezielle Pflegemittel.

Vor der ersten Fahrt

Wenn du dein Fahrrad bei einem autorisierten MERIDA-Fachhändler abholst, wurde dein Fahrrad bereits in einen fahrbereiten Zustand versetzt, damit eine sichere Funktion gewährleistet ist. Dein MERIDA-Fachhändler hat bereits eine Endkontrolle und eine Probefahrt durchgeführt.

Schrauben auf festen Sitz kontrollieren

Um die Betriebssicherheit deines Fahrrads zu gewährleisten, müssen die Verschraubungen der Bauteile sorgfältig festgedreht werden. Dies sollte sowohl vor der ersten Fahrt als auch in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden.

Nutze hierzu einen Drehmomentschlüssel, mit welchem das richtige Schraubendrehmoment einstellbar ist. Taste dich von unten in halben Newtonmeter (Nm) an das vorgeschriebene maximale Schraubendrehmoment heran und überprüfe dazwischen immer wieder den festen Sitz des Bauteils. Überschreite dabei nicht das vom Hersteller angegebene maximale Schraubendrehmoment.

Für Teile, bei denen keine Angaben vorliegen, beginne mit 2 Nm.

Sattelhöhe einstellen

Bei einem Fahrrad mit geradem Standard-Oberrohr sollten mindestens 25 mm Abstand zwischen dir und dem Oberrohr vorhanden sein, wenn du über dem Fahrrad stehst.

Sattelhöhe bestimmen

Um die Sattelhöhe zu ändern, gehe wie folgt vor:

  1. Setze dich auf den Sattel.
  2. Stelle sicher, dass die absenkbare Sattelstütze im ausgefahrenen Zustand ist.
  3. Stelle die rechte Ferse auf das untere Pedal. Dein rechtes Bein sollte dabei leicht gebeugt sein.
    • Wenn das Bein zu stark gebeugt ist, schiebe die Sattelstütze nach oben.
    • Wenn du das Pedal nicht erreichst, schiebe die Sattelstütze nach unten.

Sattelstütze einstellen

Um die für dich passende Sitzhöhe einzustellen, löst du entweder den Schnellspanner oder die Sattelstützenklemme am oberen Ende des Sitzrohres.

Sattelstützenklemme lösen

  1. Drehe mit einem geeigneten Werkzeug, z. B. einem Innensechskantschlüssel, die Klemmschraube zwei bis drei Umdrehungen gegen den Uhrzeigersinn.
  2. Stelle die Sattelstütze in die passende Höhe und drehe die Klemmschraube wieder fest. Ziehe die Sattelstütze dabei nicht über die am Schaft vorhandene Markierung (Ende, Minimum, Maximum, Stopp, Limit o. ä.) hinaus.

  1. Fette stets den Teil der Aluminiumstütze, der in dem Sitzrohr steckt.

Sattelstütze klemmen

  1. Richte den Sattel gerade aus, indem du über die Sattelspitze auf das Innenlagergehäuse oder entlang des Oberrohrs peilst.
  2. Klemme die Sattelstütze fest.
  3. Schließe entweder den Schnellspanner oder drehe die Sattelstützenklemmschraube mit dem auf der Klemmschelle angegebenen Drehmoment an.
  4. Halte den Sattel mit den Händen vorn und hinten fest und versuche den Sattel zu verdrehen, um den festen Sitz der Sattelstütze zu prüfen.
  5. Wenn sich der Sattel verdrehen lässt, musst du die Sattelstützenklemmschraube nochmals vorsichtig eine halbe Umdrehung fester drehen und den Sitz erneut kontrollieren.

Sattel und Sattelstütze prüfen

  1. Kontrolliere, ob der Sattel richtig ausgerichtet ist und mit dem Oberrohr auf einer Linie liegt.
  2. Kontrolliere den festen Sitz der Sattelstreben oder Klemmschelle, um ein Verdrehen, Neigen oder Verschieben des Sattels während der Fahrt zu verhindern.

Reifenfreiheit und Lauf kontrollieren

Durchmesser und Breite der Originallaufräder und -reifen wurden so gewählt, dass zwischen dem sich drehenden Laufrad samt Reifen und dem Rahmen, der Gabel und weiteren Komponenten ein ausreichender Abstand gewährleistet ist. Jegliche Veränderung an den Laufrädern oder Reifen kann diese Reifenfreiheit beeinflussen. Reifen, die als gleich groß gekennzeichnet sind, können unterschiedlich breit sein, wenn sie aufgezogen, aufgepumpt und am Fahrrad montiert sind. Überprüfe die Reifenfreiheit stets bei montierten und voll aufgepumpten Reifen, auch wenn die Ersatzreifen die gleiche Größe wie die auszutauschenden Reifen aufweisen.

Der Abstand zwischen einem ordnungsgemäß aufgepumpten Reifen und jeglichen Teilen des Fahrrads sollte in der Regel mindestens 6 mm betragen. Stets ausreichend Abstand zwischen der sich drehenden Felge samt Reifen und dem Rahmen, der Gabel und weiteren Komponenten einhalten. Prüfe Rahmen und Gabel regelmäßig auf Beschädigungen und den Bereich um das Laufrad auf eventuelle Fremdkörper oder Gegenstände.

Abbildung 3. Reifenfreiheit am Vorderrad

Abbildung 4. Reifenfreiheit am Hinterrad

Beim Fahren mit dem Fahrrad dürfen die Reifen weder die Gabel noch den Rahmen oder andere Komponenten berühren, wenn ein Federelement vollständig eingefedert ist oder die Räder sich durch seitliche Krafteinwirkung verformen. Bei einer Federgabel etwa muss der Reifen auch bei voll eingefederter Gabel einen Mindestabstand zur Gabelkrone aufweisen.

Steckachse kontrollieren

Dein Fahrrad ist am Vorderrad mit einer Steckachse ausgestattet, um der Federgabel eine entsprechende Steifigkeit zu verleihen.

Scheibenbremse einbremsen

Neue Scheibenbremsen müssen eingebremst werden. Das Einbremsen hilft, eine konstante und kraftvolle Bremsleistung sowie ein geräuscharmes Bremsen unter den meisten Fahrbedingungen sicherzustellen. Wende dich an deinen MERIDA-Fachhändler, falls die Bremswirkung deiner Bremse nachlässt oder der Druckpunkt schwammig wird.

  1. Setze dich auf den Sattel und beschleunige das Fahrrad auf einer ebenen und geraden Strecke auf eine moderate Geschwindigkeit.
  2. Ziehe dann kräftig an den Bremshebeln, bis Schrittgeschwindigkeit erreicht ist. Wiederhole diesen Vorgang zwanzigmal.
  3. Setze dich auf den Sattel und beschleunige das Fahrrad auf einer ebenen und geraden Strecke auf eine hohe Geschwindigkeit.
  4. Ziehe dann kräftig an den Bremshebeln, bis Schrittgeschwindigkeit erreicht ist. Wiederhole diesen Vorgang zehnmal.
  5. Lasse die Bremsen abkühlen, bevor du die Fahrt fortsetzt.

Tubeless Reifen installieren

Manche Fahrräder sind mit Felgen und Reifen ausgestattet, die ohne Schlauch gefahren werden können. Schlauchlose Felgen und Reifen haben spezielle Felgenwulstprofile und Reifenwulstprofile, die bei korrekter Montage einen luftdichten Abschluss bilden.

Tubeless-Felgen gibt es in verschiedenen Ausführungen und für ein vollständiges Tubeless-Setup können zusätzliche Komponenten erforderlich sein. Je nach dem, welche Komponenten erforderlich sind, können solche Felgen als „Tubeless-kompatibel“ oder "Tubeless-Ready“ (TLR) gekennzeichnet sein. Lese die Anweisungen des Felgenherstellers sorgfältig durch, um herauszufinden, welche zusätzlichen Komponenten für die Umrüstung auf ein Tubeless-Setup und für dessen Wartung benötigt werden.

Tubeless-Felgen gibt es mit einer Vielzahl von Profilen, die sich auf die Art des Tubeless-Reifens auswirken können, der auf die Felge montiert werden kann. Felgenhersteller können eine Felge beispielsweise als Hakenfelge oder als Hookless-Felge bezeichnen – je nachdem, ob am Felgenhorn ein hakenförmiger Vorsprung vorhanden ist oder nicht. Auch das Wulstprofil von Tubeless-Reifen unterscheidet sich von Hersteller zu Hersteller. Angesichts des breiten Angebots an Tubeless-Reifen und Tubeless-Felgen variiert die Kompatibilität von Tubeless-Reifen mit verschiedenen Typen von Tubeless-Felgen erheblich.

  • Nur Tubeless-Reifen verwenden, die vom Felgenhersteller oder Reifenhersteller ausdrücklich für die Verwendung mit den verwendeten Felgen freigegeben sind.
  • Die Anleitungen des Felgenherstellers und Reifenherstellers vor der Montage sorgfältig durchlesen.
  • Bei Fragen zur Kompatibilität von Tubeless-Reifen und Tubeless-Felgen wende dich an deinen MERIDA-Fachhändler.

Die Montage von Tubeless-Reifen auf Tubeless-Felgen erfordert spezielle Kenntnisse, Fertigkeiten und Werkzeuge. Für ein Tubeless-Setup müssen gegebenenfalls zusätzliche Komponenten wie Felgenband, Ventileinsätze, Dichtmittel und Tubeless-kompatible Reifen montiert werden.

Reifenbreite und Felgenbreite / Felgendurchmesser

Felgen und Reifen sind in vielen Durchmessern und Breiten erhältlich. Der Nenndurchmesser der Felge (1) muss mit dem Nenndurchmesser des Reifens (2) übereinstimmen, und die Breite der Felge (3) muss mit der Breite des Reifens (4) kompatibel sein.

Abbildung 5. Maße der Felgen

Abbildung 6. Maße der Reifen

Pedale montieren

Die Pedale besitzen jeweils ein Rechtsgewinde oder ein Linksgewinde. Die Pedale sind mit einem "R" oder "L" auf der Montageseite gekennzeichnet.
  1. Stecke die beiden im Lieferumfang enthaltenen Unterlegscheiben auf beide Pedalachsen.


  2. Drehe das linke Pedal gegen den Uhrzeigersinn in das Gewinde im linken Kurbelarm.
  3. Ziehe das Pedal mit einem Anzugsdrehmoment von 35 Nm fest.


  4. Drehe das rechte Pedal im Uhrzeigersinn in das Gewinde im rechten Kurbelarm.
  5. Ziehe das Pedal mit einem Anzugsdrehmoment von 35 Nm fest.


Nationale Vorschriften für den Straßenverkehr beachten

Gesetzliche Anforderungen

Wenn du mit deinem Fahrrad am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen möchtest, muss es entsprechend den nationalen Vorschriften ausgestattet sein.

Deutschland:

In Deutschland werden die nötigen Ausstattungen für den öffentlichen Straßenverkehr in der „Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung“ (StVZO) geregelt. Folgende Ausstattung muss angebracht sein:

BezeichnungBesondere Hinweise
Weiße Frontleuchte und weißer Reflektor

Die Frontleuchte muss so eingestellt sein, dass andere Verkehrsteilnehmer nicht geblendet werden.

Leuchten und Reflektoren dürfen nicht verdeckt sein.

Rote Rückleuchte und roter ReflektorFrontleuchte und Rückleuchte sowie die Reflektoren müssen während der Dämmerung, bei Dunkelheit oder wenn die Sichtverhältnisse es sonst erfordern, angebracht werden. Die Leuchten sowie die Reflektoren müssen während ihres Betriebs fest angebracht und gegen unabsichtliches Verstellen unter normalen Betriebsbedingungen gesichert sowie ständig einsatzbereit sein.
PedalreflektorBeide Pedale müssen nach vorn und hinten wirkende, gelbe Reflektoren besitzen.
Speichenreflektor

Am Vorderrad und Hinterrad müssen jeweils zwei Speichenreflektoren angebracht werden.

Alternative: Reifen mit Reflexstreifen oder Speichensticks an jeder Speiche.

Schweiz:

In der Schweiz stehen die gültigen Regelungen in den Verordnungen über die technischen Anforderungen an Straßenfahrzeuge in den Artikeln 213 bis 218.

BezeichnungBesondere Hinweise

Weiße oder hellgelbe Frontleuchte

Rote Rückleuchte

Frontleuchte und Rückleuchte können fest angebracht oder abnehmbar sein.

Front- und Rückleuchte müssen eingeschaltet werden. sobald es die Sichtverhältnisse erfordern und müssen nachts bei guter Witterung auf 100 m sichtbar sein.

Front- und Rückleuchte dürfen andere Verkehrsteilnehmer nicht blenden und dürfen nicht blinken.

Leuchten und Reflektoren dürfen nicht verdeckt sein.

Weißer Reflektor

Roter Reflektor

Es müssen mindestens ein nach vorn und ein nach hinten gerichteter Reflektor mit einer Leuchtfläche von mindestens 10 cm² fest angebracht sein. Die Reflektoren müssen nachts bei guter Witterung auf 100 m im Schein eines Motorfahrzeug-Fernlichts sichtbar sein.

PedalreflektorDie Pedale müssen vorne und hinten Rückstrahler mit einer Leuchtfläche von mindestens 5 cm² tragen. Ausgenommen sind Rennpedale, Sicherheitspedale und dergleichen.

Österreich:

Für die Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr in Österreich musst du dich nach der 146. Verordnung / Fahrradverordnung richten. Diese findest du im Bundesgesetzblatt Österreich.

BezeichnungBesondere Hinweise
Weiße Frontleuchte und weißer Reflektor

Die Frontleuchte muss so eingestellt sein, dass andere Verkehrsteilnehmer nicht geblendet werden.

Leuchten und Reflektoren dürfen nicht verdeckt sein.

Rote Rückleuchte und roter ReflektorFront- und Rückleuchte sowie die Reflektoren müssen während der Dämmerung, bei Dunkelheit oder wenn die Sichtverhältnisse es sonst erfordern, angebracht werden. Die Leuchten sowie die Reflektoren müssen während ihres Betriebs fest angebracht und gegen unabsichtliches Verstellen unter normalen Betriebsbedingungen gesichert sowie ständig einsatzbereit sein.
PedalreflektorBeide Pedale müssen nach vorn und hinten wirkende, gelbe Reflektoren besitzen.
Speichenreflektor

Am Vorderrad und Hinterrad müssen jeweils zwei Speichenreflektoren angebracht werden.

Alternative: Reifen mit Reflexstreifen oder Speichensticks an jeder Speiche.

Inspektion vor jeder Fahrt

Bevor du mit deinem Fahrrad losfährst, unterziehe es einer Sicherheitsüberprüfung – idealerweise auf ebenem Untergrund und abseits vom Verkehr.

Kontrolle der Teile auf Festigkeit

  1. Kontrolliere alle Schrauben auf festen Sitz, korrekten Anschluss und korrekten Verschluss.
  2. Kontrolliere Schnellspanner, Steckachsen und Verschraubungen an Vorderrad, Hinterrad und sonstigen Bauteilen.
  3. Kontrolliere die Steckverbindungen am Akku, Bedienteil und Display sowie am Antrieb.
  4. Kontrolliere den Akku in seiner Halterung und die Verriegelung

Lasse dein Fahrrad aus geringer Höhe auf den Boden springen. Gehe evtl. auftretenden Klappergeräusche nach. Prüfe ggf. Lager, Schraubverbindungen und den korrekten Sitz des Akkus.

Bremswirkung kontrollieren

  1. Mache eine Bremsprobe im Stillstand, indem du die Bremshebel mit Kraft zum Lenker ziehst und die komplette Bremskraft aufbringst.
  2. Prüfe, ob die Vorderradbremse korrekt funktioniert. Fahre dazu das Fahrrad mit langsamer Geschwindigkeit und ziehe die Vorderradbremse. Das Fahrrad sollte unmittelbar anhalten.
  3. Wiederhole diesen Vorgang auch für die Hinterradbremse.

Der Druckpunkt muss sofort stabil sein. Lässt sich erst nach mehrmaligem Betätigen des Bremshebels ein stabiler Druckpunkt erfühlen, solltest du dein Fahrrad sofort bei deinem MERIDA-Fachhändler überprüfen lassen.

Lenker überprüfen

Abbildung 7. Winkel des Lenkers

  1. Stelle sicher, dass der Lenker im 90°-Winkel zum Vorderrad steht.
  2. Überprüfe den festen Sitz des Lenkers, damit er sich während der Fahrt nicht verdreht und Stürze zur Folge hat.
  3. Stelle sicher, dass beim Lenken keine Züge gezogen werden oder sich verfangen können.
  4. Achte auf einen festen Sitz und guten Zustand der Griffe. Sollten die Griffe lose sein oder Schnitte, Risse oder abgenutzte Stellen aufweisen, tausche die Griffe aus oder lass die Griffe von deinem MERIDA-Fachhändler austauschen.
  5. Stelle sicher, dass die Lenker-Enden und etwaige Aufsätze mit Stopfen verschlossen sind. Sollten die Lenker-Endstopfen beschädigt sei, tausche diese aus.
  6. Achte bei Lenkern mit Aufsätzen am Lenker-Ende darauf, dass diese entsprechend den Herstellervorgaben für Lenker und Aufsätze geklemmt sind.
  7. Stelle außerdem sicher, dass Lenker, Aufsätze, Griffe und Brems- und Schalthebel korrekt befestigt sind und dass die sichere Handhabung des Fahrrads, einschließlich ungehindertem Lenken, Bremsen und Schalten, gewährleistet ist.

Laufräder prüfen

  1. Prüfe die Speichen und Felgen
    1. Kontrolliere die Speichen und Felgen auf Beschädigungen.
  2. Prüfe die Drehbarkeit und fester Sitz im Rahmen
    1. Drehe das Vorderrad - es sollte sich ohne seitliche Ausschläge in der Gabel drehen ohne Bauteile zu berühren.
    2. Drehe das Hinterrad - es sollte sich ohne seitliche Ausschläge in der Gabel drehen ohne Bauteile zu berühren.
    3. Kontrolliere den vollständigen Sitz der Achsen in den Ausfallenden.
    4. Hebe dein Fahrrad an und schlage mit der Faust oben auf den Reifen. Das Laufrad darf nicht herausfallen, locker sein oder sich seitwärts bewegen.
  3. Prüfe die Schnellspanner
    1. Stelle sicher, dass der Hebel korrekt positioniert und umgelegt ist, wenn dein Fahrrad mit einem Schnellspanner gesichert ist.
    2. Achte darauf, dass der Schnellspanner folgende Teile nicht berühren darf: Gabel, Anbauteile, Speichen oder Bremssysteme.

  1. Prüfe den Reifendruck
    1. Kontrolliere mit Hilfe einer Rennpumpe mit Manometer, ob die Reifen mit dem empfohlenen Luftdruck aufgepumpt sind.
    2. Pumpe die Reifen immer gemäß der Angabe auf den Reifenflanken oder Felgen auf.

Anmerkung: Reifen, bei denen das Profil abgefahren ist oder die Flanken brüchig sind, bergen eine hohe Unfall- und Sturzgefahr. Der innere Aufbau des Reifens kann beschädigt werden, wenn Schmutz oder Feuchtigkeit ins Innere gelangen.

  1. Prüfe den Reifenverschleiß
    1. Kontrolliere den Reifenverschleiß an deinem Fahrrad.
    2. Tausche die Reifen ggf. aus.
  2. Prüfe die Ventile
    1. Kontrolliere, ob die Ventile gerade stehen, Schäden an der Bereifung können zu einem plötzlichen Platzen des Schlauchs führen.

Sattel und Sattelstütze prüfen

  1. Kontrolliere, ob der Sattel richtig ausgerichtet ist und mit dem Oberrohr auf einer Linie liegt.
  2. Kontrolliere den festen Sitz der Sattelstreben oder Klemmschelle, um ein Verdrehen, Neigen oder Verschieben des Sattels während der Fahrt zu verhindern.

Nach einem Sturz oder Aufprall

Untersuche den Rahmen und die Komponenten auf Schäden und setzte die Fahrt nicht fort, falls du eine Beschädigung feststellst!

Folgende Komponenten und Funktionen sind zu kontrollieren:

Rahmen und Federgabel

Anmerkung: Rahmen und Gabeln aus Carbon sind besonders steif und belastbar. Bei Überlastung oder Stößen auf das Material verbiegen sich die Carbonfasern jedoch nicht, sondern brechen. Bei ausreichend starken Stößen kann es zu Schäden am Material kommen, die nicht sofort erkennbar sind, aber in der Folge zu Materialversagen führen können.
  1. Kontrolliere, ob der Rahmen oder die Federgabel gebrochen oder verbogen sind.
  2. Falls dein Fahrrad einen Carbonrahmen besitzt, prüfe den Carbonrahmen auf Risse oder weiche Stellen im Carbon.

Schaltung und Laufräder

  1. Kontrolliere die Schaltung, indem du alle Gänge durchschaltest und auf reibungslosen Lauf ohne Verzögerungen oder Geräusche achtest.
  2. Prüfe die Laufräder, indem du sie drehst und auf Seitenschlag, schleifende Bremsen sowie lockere Speichen oder Achsenspiel achtest.
Anmerkung: Solltest du Beschädigungen an diesen Teilen finden, setze die Fahrt nicht fort!

Auch wenn keinerlei Beschädigungen feststellbar sind, achte bei der weiteren Fahrt sehr genau auf ungewöhnliche Geräusche deines Fahrrads. Diese könnten auf Schäden oder sonstige Probleme hinweisen. Fahre auf keinen Fall weiter, falls du ungewöhnliche Geräusche feststellen solltest.

Bei Zweifeln über den Zustand des Materials nach einem Sturz oder Unfall, wende dich bitte immer an deinen MERIDA-Fachhändler. Manche Folgen eines Sturzes oder Unfalls lassen sich nur erkennen, wenn das Fahrrad vollständig auseinandergebaut und auf Risse oder andere Anzeichen einer Beschädigung untersucht wird.

Montage / Demontage Laufrad

Dein Fahrrad ist mit Steckachsen ausgestattet. Diese geben den Federgabeln und dem Hinterbau eine entsprechende Steifigkeit.

Vorderrad Steckachse montieren

Für die Montage der Steckachse am Vorderrad sind die folgenden Bedienungsanleitungen der jeweiligen Federgabel-Hersteller zu beachten:

Vorderrad Steckachse demontieren

Für die Demontage der Steckachse am Vorderrad sind die folgenden Bedienungsanleitungen der jeweiligen Federgabel-Hersteller zu beachten:

Hinterrad Schraubachse montieren

  1. Setze das Hinterrad ein und lege die Ketten auf das Ritzel und das Kettenblatt.
  2. Ziehe die Achsmuttern und Schrauben handfest an, sodass sich das Hinterrad noch verschieben lässt.
  3. Drehe an den Rändelmuttern, um die Kettenspannung zu erhöhen.
  4. Drehe an der Kurbel, um die Spannung der Kette zu prüfen. Prüfe die Spannung der Kette an der straffesten Stelle. Die Kette soll straff sein, aber noch ca. 1 cm Spiel nach oben und unten haben.
  5. Stelle sicher, dass das Rad mittig im Rahmen sitzt und dass die Bremsscheibe nicht schleift.
  6. Ziehe die Achsmuttern und Schrauben abwechselnd mit 25-30 Nm an.

Hinterrad Schraubachse demontieren

  1. Löse die Achsmuttern und Schrauben abwechselnd.
  2. Drehe an den Rändelmuttern um die Kettenspannung zu reduzieren.
  3. Hebe die Kette vom Ritzel und dem Kettenblatt.
  4. Entnimm das Hinterrad.

Wartung und Pflege

Fahrrad reinigen

Benötigte Utensilien

  • Wasserschlauch
  • Eimer
  • milde Seife / handelsüblicher Neutralreiniger
  • weiche Bürste
  • weiches Mikrofasertuch

  1. Befeuchte dein Fahrrad mit einem Wasserschlauch und reinige es dann mit einer weichen Bürste und, falls nötig, mit Seifenwasser von oben nach unten.
  2. Spüle das Fahrrad ab und wische es mit einem Mikrofasertuch trocken.

Kette schmieren

Eine ordnungsgemäße Schmierung gewährleistet einen geschmeidigen und leisen Lauf der Kette und verlängert die Lebensdauer. Die Kette muss in regelmäßigen Abständen, je nach Verschmutzungsgrad von abgelagerten Schmutz und Öl gereinigt werden. Spezielle Kettenentfetter sind nicht erforderlich.

Abbildung 8. Kette schmieren

Du benötigst ein geeignetes Schmiermittel für Fahrradketten und einen Lappen.

  1. Trage auf die möglichst blanken Kettenglieder Schmiermittel auf die untere Kettenhälfte auf. Damit verhinderst du, dass das Schmiermittel auf die Kettenstrebe oder das Laufrad tropft.

  1. Drehe die Pedale rückwärts und trage dabei das Kettenöl tröpfchenweise auf die Innenseite der Kette auf.
  2. Drehe die Kette mehrere Umdrehungen durch.
  3. Das Fahrrad einige Minuten stehen lassen, damit der Schmierstoff in die Kette eindringen kann.
  4. Überschüssiges Schmiermittel mit einem Lappen abreiben, damit es während der nächsten Fahrt nicht spritzt oder unnötig Schmutz anzieht.

Wartungsplan

Die Wartungen beinhalten eine vollständige Kontrolle sämtlicher Bauteile. Nach der ersten Fahrt sollte das neue Fahrrad grundsätzlich überprüft werden.

Du solltest dein MERIDA-Fahrrad zur Erstinspektion bei einem MERIDA-Fachhändler abgeben, sobald einer der folgenden Fälle eintritt:

  • 100 km bis 300 km Fahrleistung
  • 5 Stunden bis 10 Stunden Fahrtzeit
  • nach 4 bis 6 Wochen
  • spätestens nach 4 Monaten

Die angegebenen Zeitangaben sind als Anhaltspunkt gedacht, bei einer Fahrleistung zwischen 1000 km und 2000 km jährlich oder zwischen 50 Stunden und 100 Stunden Fahrtzeit. Maßgeblich ist der zuerst eintretende Fall.

Wenn du regelmäßig auf schlechten Wegstrecken fährst, verkürzen sich die Wartungsintervalle dem härteren Einsatz entsprechend.

BauteilgruppeWartungsmaßnahmeIntervall
RahmenSichtkontrolle auf Risse & BeschädigungenVor jeder Fahrt
 Alle Schrauben auf festen Sitz prüfenMonatlich
SteuersatzlagerPrüfung auf Leichtgängigkeit & SpielHalbjährlich
 Lager reinigen & fettenHalbjährlich
 Verschlissene Lager tauschenNach Bedarf
HinterbauSichtprüfung auf Spiel & VerschleißHalbjährlich
 Lager vorsichtig reinigen & fettenHalbjährlich
 Verschlissene Lager tauschenNach Bedarf
Federung (Gabel & Dämpfer)Dichtungen reinigen & schmierenHalbjährlich
 Luftdruck & Dämpfungseinstellungen prüfenMonatlich
 Gabel & Dämpfer Öl-Service (je nach Hersteller)Halbjährlich
Laufräder & ReifenReifendruck prüfen & ggf. anpassenVor jeder Fahrt
 Reifen auf Schnitte & Profilverschleiß prüfenMonatlich
 Speichenspannung & Rundlauf der Laufräder prüfenHalbjährlich
SteckachsenSteckachsen auf festen Sitz prüfenMonatlich
 Gewinde reinigen & leicht fettenHalbjährlich
Antrieb (Kette, Kassette, Kettenblatt, Schaltung)Kette reinigen & schmierenVor jeder Fahrt/nach Bedarf
 Schaltung justierenHalbjährlich
 Kette auf Verschleiß prüfen & ggf. tauschenHalbjährlich
InnenlagerPrüfung auf Spiel & KnarzgeräuscheHalbjährlich
 Ausbau, Reinigung & Fetten (bei geschraubtem Lager)Jährlich
 Bei Pressfit-Lagern: Austausch bei VerschleißNach Bedarf
BremsenBremsbeläge & Bremsscheiben auf Verschleiß prüfenMonatlich
 Bremsflüssigkeit wechselnJährlich
BeleuchtungFunktionsprüfung (Vorderlicht & Rücklicht)Monatlich

Die Wartungstätigkeiten kannst du auch selbst durchführen, wenn du über handwerkliches Geschick, etwas Erfahrung und geeignetes Werkzeug, z. B. Drehmomentschlüssel, verfügst. Sollten bei der Prüfung Mängel erkennbar sein, leite umgehend Maßnahmen ein.

Dein MERIDA-Fachhändler unterstützt dich fachkundig bei Fragen rund um alle Wartungstätigkeiten.

Flaschenhalter

Flaschengröße0,75 l
Flaschenpositionauf dem Unterrohr
FIDLOCK Halterung integriertnein

Maximale Gabellänge und Distanzstücklänge

Die maximale Gabellänge, gemessen von der Achse zur Gabelkrone, beträgt 492 mm. Dies entspricht den Abmessungen gängiger Federgabeln mit 100 mm Federweg.

Es dürfen maximal 30 mm lange Steuerrohr-Distanzstücke verbaut werden.

Technische Daten des Rahmens

Technisches DatumWert
Maximum system weight135 kg
Frame warranty5 years
Bottle size and position0,75l DT
Axle typeThru-axle, Screw-on
Maximum Torque, thru-axle10 Nm
Max. wheel size26 x 2,4"
Max. chainring size32 t
Chainline52 mm
Max. fork length492 mm
Travel for max. fork length100 mm
Upper headsetZS44
Lower headset rotation360°
Lower headsetZS56
Brake mount standard rearIS 160 mm
Max. rotor sizes rear180 mm
BB standardBSA 73 mm
Seat post diameter27.2 mm
Rear axle standard10 x 135 mm
Frame lockNo
Frame weight1998 g

Recycling und Entsorgung

Entsorge dein Fahrrad und seine Komponenten nicht über den Hausmüll!

Dein Fahrrad ist gemäß den geltenden gesetzlichen Vorschriften umweltgerecht zu entsorgen. Metallische Bestandteile wie Rahmen, Gabel und Anbauteile sind dem Metallrecycling zuzuführen. Kunststoffe, Gummi und sonstige Materialien sind entsprechend ihrer Materialart zu trennen und über geeignete Sammelstellen zu entsorgen. Elektrische oder elektronische Bauteile (z. B. Beleuchtung) sowie Batterien oder Akkus sind separat als Elektroabfall bzw. Sonderabfall zu entsorgen und dürfen nicht in den Hausmüll gelangen. Vor der Entsorgung sollten wiederverwendbare Bauteile demontiert und – sofern möglich – einer Wiederverwendung oder fachgerechten Verwertung zugeführt werden.