Produktübersicht

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Abbildung 1. REACTO
Tabelle 1. Komponenten
Pos.Eigenschaft
1Vorbau
2Lenker
3Bremshebel
4Schalthebel
5Gabel
6Bremsscheibe
7Schnellspanner / Steckachse
8Nabe
9Felge
10Ventil
11Bremse vorne
12Tretkurbel
13Kettenblatt
14Kette
15Bremse hinten
16Schaltwerk
17Kassette
18Sattelstützenklemme
19Sattelstütze
20Sattel
Tabelle 2. Rahmen
Pos.Eigenschaft
IOberrohr
IIUnterrohr
IIISitzrohr
IVKettenstrebe
VSitzstrebe
VISteuerrohr

Über diese Anleitung

Diese Bedienungsanleitung gibt wichtige Informationen und Hinweise zum Umgang mit den Fahrrädern von MERIDA, um den sicheren und bestimmungsgemäßen Gebrauch des Fahrrads zu gewährleisten. Sie soll dir eine umfassende Darstellung und Beschreibung bieten, damit du dein Fahrrad entsprechend der vorgesehenen Anwendung sicher nutzen kannst.

Voraussetzung für die sichere Benutzung deines Fahrrades ist das Beachten aller Sicherheitshinweise und Anweisungen in dieser Bedienungsanleitung.

Anmerkung: Folge dieser Anleitung für einen ordnungsgemäßen und sicheren Gebrauch der Anlage. Bewahre dieses Dokument für die künftige Verwendung bis zur Entsorgung der Anlage sorgfältig auf!

Symbole

Unterschiedliche Textattribute, Schreibweisen und Textstrukturierungen erleichtern das Lesen dieses Dokuments.

Die Textattribute (Hervorhebungen) innerhalb des Dokuments haben folgende Bedeutung:

ZeichenBedeutung
Anweisung
Listenelement
1. Handlungsanweisung

Sicherheitshinweise

In dieser Betriebsanleitung stehen Sicherheitshinweise vor einer Handlungsanweisung, bei der die Gefahr von Personen- oder Sachschäden besteht. Die beschriebenen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr müssen eingehalten werden.

Die Sicherheits- und Warnhinweise in diesem Dokument kennzeichnen Gefahren und Risiken und sind entsprechend ANSI Z535.6-2011 und der Normenreihe ISO 3864 angelegt.

Garantiebedingungen

Dein Fahrrad wurde sorgfältig gefertigt und dir im Normalfall von deinem MERIDA-Fachhändler vollständig endmontiert und fahrbereit übergeben.

Während der ersten zwei Jahre nach dem Kauf hast du vollen Anspruch auf die gesetzliche Gewährleistung auf Neukäufe innerhalb der EU-Staaten. Sollten an deinem Fahrrad Mängel auftreten, ist der MERIDA-Fachhändler dein richtiger Ansprechpartner. Bewahre für diesen Fall den Kaufbeleg auf.

Voraussetzung für die Garantie, eine lange Lebensdauer und Haltbarkeit deines Fahrrads ist, dass du dein Fahrrad nur gemäß seinem Einsatzzweck nutzt und folgende Punkte beachtest:

  • Bestimmungsgemäße Verwendung
  • Vor der ersten Fahrt
  • zulässiges Gesamtgewicht
    • Das Maximalgewicht addiert sich aus Fahrer, Fahrrad, Ausrüstung, Gepäck sowie Anbauteilen und Zubehör.
  • Halte die angegebenen Drehmomente der Schrauben ein
  • Halte die vorgeschriebenen Wartungsintervalle ein
  • Verwende ausschließlich originale Ersatzteile bzw. Zubehörteile
  • Lasse das Fahrwerk mind. einmal jährlich durch den MERIDA-Fachhändler warten

Hinweise zum Verschleiß

Anmerkung: Zubehör kann die Eigenschaften des Fahrrads stark beeinflussen. Wende dich bei Fragen und Unsicherheiten an deinen MERIDA-Fachhändler.

Einige Bauteile deines Fahrrads unterliegen einem funktionsbedingten Verschleiß und müssen bei Erreichen der Verschleißgrenze ausgetauscht oder regelmäßig gewartet werden:

Kette, Bremsbeläge, Bremsflüssigkeit, Bremsscheiben, Bremsleitungen, Dichtungen von Federelementen, Lager des Hinterbaus, Naben und Steuersatz, Lack und Dekore, Griffe, Kettenblätter, Kettenstrebenschutz, Reifen und Schläuche, Ritzel, Sattelbezug, Schaltwerkrollen, Schmierstoffe.

Garantie auf dein Fahrrad

Es besteht folgende über die gesetzliche Gewährleistung hinausgehende Herstellergarantie ab Datum des Verkaufs an den Erstkäufer:

  • 2 Jahre bei gewerblicher Nutzung: Garantie für Rahmen und Starrgabeln
  • 2 Jahre auf alle MERIDA-Komponenten
  • Gesetzliche Gewährleistung für Lackierungen und unterlackierte Dekore

Im Garantiefall behält es sich MERIDA vor, das jeweilige Nachfolgemodell in der verfügbaren Farbe zu liefern – bei Nichtverfügbarkeit das jeweilige höherwertige Modell.

Gewährleistung für Stoßdämpfer, Federgabeln und andere Marken-Zubehörteile wird nicht über MERIDA, sondern über die nationalen Vertreiber der Teile-Hersteller abgewickelt.

Anmerkung: In allen Fällen ist der MERIDA-Fachhändler dein erster Ansprechpartner.

Herstellergarantie

Die gilt nur für den Erstkäufer unter Vorlage des Kunden-Kaufbelegs, aus dem Kaufdatum, Adresse des Fachhändlers, Modell und Rahmennummer hervorgehen müssen.

Die Garantie schließt Arbeitskosten und Transportkosten sowie durch Defekte verursachte Folgekosten nicht ein.

Wettkampfeinsätze sind im Rahmen der jeweiligen Nutzungskategorie zulässig.

Ausgeschlossen sind Schäden durch:

  • Verschleiß
  • mangelnde Pflege und Wartung
  • Sturz / Unfälle
  • Überlastung durch zu hohe Beladung
  • unsachgemäße Montage und Behandlung
  • Anbauten und Umbauten von zusätzlichen Komponenten

Im Interesse einer langen Lebensdauer und Haltbarkeit der Komponenten müssen die Montagevorschriften der Hersteller, die vorgeschriebenen Wartungsintervalle und regelmäßiger Austausch sicherheitsrelevanter Bauteile eingehalten werden.

Bestimmungsgemäße Verwendung

Dein Fahrrad ist zur Fortbewegung einer Person auf öffentlichen Straßen, Radwegen und befestigten Wegen bestimmt. Es darf nur entsprechend seiner Bauart und den Herstellerangaben genutzt werden. Die zulässige Gesamtmasse aus Fahrrad, Fahrer und Gepäck ist einzuhalten. Eine Nutzung über den vorgesehenen Einsatzzweck hinaus, wie etwa für Stunts, Sprünge, Wettkämpfe, extreme Geländefahrten oder technische Veränderungen, gilt als nicht bestimmungsgemäß. Die bestimmungsgemäße Verwendung ist Voraussetzung für die Sicherheit, die Aufrechterhaltung von Garantieansprüchen und Haftungsansprüchen sowie den ordnungsgemäßen Betrieb des Fahrrads.

Nicht bestimmungsgemäße Verwendung

Als nicht bestimmungsgemäße Verwendung gilt der Einsatz außerhalb der dem Fahrrad zugeordneten Kategorie nach der DIN EN 17406 Gebrauchsklassifizierung von Fahrrädern.

Darüber hinaus gilt als nicht bestimmungsgemäße Verwendung:

  • der Austausch, Einsatz und Montage von nicht zugelassenen Komponenten
  • Montage eines Verbrennungs- oder Elektromotors
  • jede Reparaturmaßnahme an Carbonteilen
  • mechanische Veränderung bestehender Teile (Schleifen, Feilen, Bohren etc.)
  • Entfernen von Sicherheitsausrüstung (z.B. Reflektoren) oder von Haltevorrichtungen
  • Steigerung der Leistung (Tuning)

Transport

Dein Fahrrad wurde sorgfältig gefertigt und dir im Normalfall von deinem MERIDA-Fachhändler vollständig endmontiert und fahrbereit übergeben.

Transport mit dem Fahrzeug

Dein Fahrrad kann am oder im Fahrzeug transportiert werden.

  • Achte immer auf die sichere Befestigung des Fahrrads am oder im Fahrzeug und kontrolliere die Befestigung regelmäßig.
  • Entferne alle Gegenstände und abnehmbares Zubehör auf den Gepäckträgern.
  • Falls angebracht, nimm den Kindersitz ab.

Beachte die Transportbedingungen des Herstellers deines Fahrradträgers.

Bevor du mehrere Fahrräder auf einem Fahrradträger transportierst, informiere dich, für welche Gesamtzuladung der Fahrradträger zugelassen ist und wie hoch die Dachlast bzw. die Stützlast der Anhängerkupplung ist.

Stelle sicher, dass alle beweglichen und losen Teile und das Bedienelement entfernt und für die Fahrt sicher im Fahrzeug verstaut sind.

Länderunterschiede bei der Kennzeichnung von Fahrradtransporten:

Informiere dich über die Vorschriften zum Transport von Fahrrädern in den von dir besuchten Ländern.

Lagerung

Kurze Zeit

Wenn du dein Fahrrad während der Saison regelmäßig wartest, musst du keine besonderen Maßnahmen ergreifen.

Bewahre dein Fahrrad an einem trockenen, gut belüfteten Ort auf.

Längere Zeit

Während längerer Standzeit verlieren die Schläuche nach und nach an Luft. Steht das Fahrrad längere Zeit auf platten Reifen, kann deren Aufbau Schaden nehmen. Hänge deshalb die Laufräder oder das gesamte Fahrrad auf oder kontrolliere regelmäßig den Reifendruck.

Säubere dein Fahrrad und schütze es gegen Korrosion. Bei deinem MERIDA-Fachhändler erhältst du hierfür spezielle Pflegemittel.

Vor der ersten Fahrt

Wenn du dein Fahrrad bei einem autorisierten MERIDA-Fachhändler abholst, wurde dein Fahrrad bereits in einen fahrbereiten Zustand versetzt, damit eine sichere Funktion gewährleistet ist. Dein MERIDA-Fachhändler hat bereits eine Endkontrolle und eine Probefahrt durchgeführt.

Schrauben auf festen Sitz kontrollieren

Um die Betriebssicherheit deines Fahrrads zu gewährleisten, müssen die Verschraubungen der Bauteile sorgfältig festgedreht werden. Dies sollte sowohl vor der ersten Fahrt als auch in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden.

Nutze hierzu einen Drehmomentschlüssel, mit welchem das richtige Schraubendrehmoment einstellbar ist. Taste dich von unten in halben Newtonmetern (Nm) an das vorgeschriebene maximale Schraubendrehmoment heran und überprüfe dazwischen immer wieder den festen Sitz des Bauteils. Überschreite dabei nicht das vom Hersteller angegebene maximale Schraubendrehmoment.

Für Teile, bei denen keine Angaben vorliegen, beginne mit 2 Nm.

Sattelhöhe bestimmen

Um die Sattelhöhe zu ändern, gehe wie folgt vor:

  1. Setze dich auf den Sattel.
  2. Stelle sicher, dass die absenkbare Sattelstütze im ausgefahrenen Zustand ist.
  3. Stelle die rechte Ferse auf das untere Pedal. Dein rechtes Bein sollte dabei leicht gebeugt sein.
    • Wenn das Bein zu stark gebeugt ist, schiebe die Sattelstütze nach oben.
    • Wenn du das Pedal nicht erreichst, schiebe die Sattelstütze nach unten.

Minimale und maximale Sattelhöhe

Die folgenden Sattelhöhen können mit den von MERIDA verbauten Sattelstützen erreicht werden. Die Sattelhöhe wird dabei von der Mitte des Innenlagers bis zur Oberkante des Sattels gemessen. Sollte die maximale Sattelhöhe zu tief oder die minimale Sattelhöhe zu hoch sein, muss die Sattelstütze durch den MERIDA-Fachhändler ausgetauscht werden.

Die fett dargestellten Werte werden ab Werk standardmäßig spezifiziert.

Abbildung 2. Minimale Sattelhöhe

Abbildung 3. Maximale Sattelhöhe

Tabelle 3. Minimale und maximale Sattelhöhe
Sattel3XSXXSXSSMLXL
MERIDA REACTO V S-FLEX 330 mmMaximale Sattelhöhe (mm)725 mm755 mm785 mm805 mm825 mm845 mm875 mm
MERIDA REACTO V S-FLEX 330 mmMinimale Sattelhöhe (mm)510 mm540 mm570 mm590 mm610 mm630 mm660 mm
MERIDA REACTO V S-FLEX 380 mmMaximale Sattelhöhe (mm)775 mm805 mm835 mm855 mm875 mm895 mm925 mm
MERIDA REACTO V S-FLEX 380 mmMinimale Sattelhöhe (mm)510 mm540 mm570 mm590 mm610 mm630 mm660 mm

Sattelhöhe anpassen

  1. Entferne beide Gummistopfen.


  2. Löse beide Schrauben leicht, ohne sie vollständig herauszudrehen.
  3. Stelle die Sattelhöhe ein. Beachte dabei die Markierung der minimalen Einstecktiefe (80 mm).
  4. Prüfe die Position der Dichtkappe.


  5. Ziehe beide Schrauben abwechselnd mit einer halben Umdrehung an, bis du 5 Nm erreichst.


  6. Stelle sicher, dass beide Schrauben mit 5 Nm angezogen sind.
  7. Überprüfe erneut die Position der Dichtkappe.

Sattelstütze kürzen

  1. Entferne beide Gummistopfen.
  2. Löse beide Schrauben leicht, ohne sie vollständig herauszudrehen.
  3. Entnimm die Sattelstütze.
  4. Säge die Sattelstütze entlang der parallelen Markierungen ab. Beachte dabei die Markierung der minimalen Einstecktiefe (80 mm).
  5. Setze die Sattelstütze wieder ein.
  6. Ziehe beide Schrauben abwechselnd mit einer halben Umdrehung an, bis du 5 Nm erreichst.
  7. Stelle sicher, dass beide Schrauben mit 5 Nm angezogen sind.
  8. Ziehe die Gummikappe über die Halterungslippe, um sie wieder zu positionieren.

Integriertes Rücklicht montieren

  1. Löse die Schraube.
  2. Entnimm das Gummiteil nach hinten, parallel zum Schraubenkopf.


  3. Setze den Lichthalter ein und schraube ihn fest.
  4. Stecke das Rücklicht in den Lichthalter.


Sattel verstellen

  1. Entferne die Dichtkappe.
  2. Löse beide Schrauben leicht, ohne sie vollständig zu herauszudrehen.
  3. Verschiebe den Sattel.
  4. Ziehe die beiden Schrauben wieder an.


  5. Setze die Dichtkappe wieder ein. Achte darauf, die Dichtkappe nicht zu verbiegen.

Disc Cooler

Der Disc Cooler wird zwischen dem Rahmen (Sitzstrebe) und dem hinteren Bremssattel montiert sowie zwischen der Gabel und dem vorderen Bremssattel. Er dient zur verbesserten Wärmeableitung bei der Hinterradbremse und ist zudem Teil des Rahmens.

Die Disc Cooler müssen montiert sein, damit die Position des Bremssattels korrekt eingestellt werden kann!

  1. Positioniere den Disc Cooler am Hinterrad Rahmen (Sitzstrebe) und Bremssattelaufnahme. Achte darauf, dass die Kühlrippen nach hinten bzw. außen zeigen.
  2. Positioniere den Disc Cooler am Vorderrad so zwischen Gabel und vorderen Bremssattel. Achte darauf, dass die Kühlrippen nach hinten bzw. außen zeigen.






Reifenfreiheit und Lauf kontrollieren

Durchmesser und Breite der Originallaufräder und -reifen wurden so gewählt, dass zwischen dem sich drehenden Laufrad samt Reifen und dem Rahmen, der Gabel und weiteren Komponenten ein ausreichender Abstand gewährleistet ist. Jegliche Veränderung an den Laufrädern oder Reifen kann diese Reifenfreiheit beeinflussen. Reifen, die als gleich groß gekennzeichnet sind, können unterschiedlich breit sein, wenn sie aufgezogen, aufgepumpt und am Fahrrad montiert sind. Überprüfe die Reifenfreiheit stets bei montierten und voll aufgepumpten Reifen, auch wenn die Ersatzreifen die gleiche Größe wie die auszutauschenden Reifen aufweisen.

Der Abstand zwischen einem ordnungsgemäß aufgepumpten Reifen und jeglichen Teilen des Fahrrads sollte in der Regel mindestens 6 mm betragen. Stets ausreichend Abstand zwischen der sich drehenden Felge samt Reifen und dem Rahmen, der Gabel und weiteren Komponenten einhalten. Prüfe Rahmen und Gabel regelmäßig auf Beschädigungen und den Bereich um das Laufrad auf eventuelle Fremdkörper oder Gegenstände.

Abbildung 4. Reifenfreiheit am Vorderrad

Abbildung 5. Reifenfreiheit am Hinterrad

Beim Fahren mit dem Fahrrad dürfen die Reifen weder die Gabel noch den Rahmen oder andere Komponenten berühren, wenn ein Federelement vollständig eingefedert ist oder die Räder sich durch seitliche Krafteinwirkung verformen. Bei einer Federgabel etwa muss der Reifen auch bei voll eingefederter Gabel einen Mindestabstand zur Gabelkrone aufweisen.

Lenkerhöhe einstellen

Wenn die endgültige Lenkerhöhe noch nicht festgelegt ist, kannst du den Gabelschaft zunächst länger belassen und zusätzliche Spacer oberhalb des Vorbaus montieren. Dank des teilbaren Designs der Spacer ist es möglich, diese von oberhalb und unterhalb des Vorbaus zu tauschen, ohne den Vorbau zu demontieren.

  1. Löse beide Schrauben des Lenkers.


  2. Hebe den Lenker leicht an, um die Spacer zu entnehmen oder einzusetzen.


Anmerkung: Beachte dabei die Maximalhöhe.

  1. Baue die Anzahl an Spacern ein, mit welcher der Lenker für dich in der optimalen Position ist.


  2. Ziehe die Schrauben des Lenkers wieder an.

Gabelschaft kürzen

Wenn du deine Lenkerhöhe final festlegen möchtest, dann kürze den Gabelschaft mit einer Säge. Er muss mit der Hülse oben abschließen. Anschließend sind keine Spacer oberhalb des Lenkers mehr notwendig. Die Hülse darf nicht abgesägt werden.



Scheibenbremse einbremsen

Neue Scheibenbremsen müssen eingebremst werden. Das Einbremsen hilft, eine konstante und kraftvolle Bremsleistung sowie ein geräuscharmes Bremsen unter den meisten Fahrbedingungen sicherzustellen. Wende dich an deinen MERIDA-Fachhändler, falls die Bremswirkung deiner Bremse nachlässt oder der Druckpunkt schwammig wird.

  1. Setze dich auf den Sattel und beschleunige das Fahrrad auf einer ebenen und geraden Strecke auf eine moderate Geschwindigkeit.
  2. Ziehe dann kräftig an den Bremshebeln, bis Schrittgeschwindigkeit erreicht ist. Wiederhole diesen Vorgang zwanzigmal.
  3. Setze dich auf den Sattel und beschleunige das Fahrrad auf einer ebenen und geraden Strecke auf eine hohe Geschwindigkeit.
  4. Ziehe dann kräftig an den Bremshebeln, bis Schrittgeschwindigkeit erreicht ist. Wiederhole diesen Vorgang zehnmal.
  5. Lasse die Bremsen abkühlen, bevor du die Fahrt fortsetzt.

Tubeless Reifen installieren

Manche Fahrräder sind mit Felgen und Reifen ausgestattet, die ohne Schlauch gefahren werden können. Schlauchlose Felgen und Reifen haben spezielle Felgenwulstprofile und Reifenwulstprofile, die bei korrekter Montage einen luftdichten Abschluss bilden.

Tubeless-Felgen gibt es in verschiedenen Ausführungen und für ein vollständiges Tubeless-Setup können zusätzliche Komponenten erforderlich sein. Je nachdem, welche Komponenten erforderlich sind, können solche Felgen als „Tubeless-kompatibel“ oder "Tubeless-Ready“ (TLR) gekennzeichnet sein. Lese die Anweisungen des Felgenherstellers sorgfältig durch, um herauszufinden, welche zusätzlichen Komponenten für die Umrüstung auf ein Tubeless-Setup und für dessen Wartung benötigt werden.

Tubeless-Felgen gibt es mit einer Vielzahl von Profilen, die sich auf die Art des Tubeless-Reifens auswirken können, der auf die Felge montiert werden kann. Felgenhersteller können eine Felge beispielsweise als Hakenfelge oder als Hookless-Felge bezeichnen – je nachdem, ob am Felgenhorn ein hakenförmiger Vorsprung vorhanden ist oder nicht. Auch das Wulstprofil von Tubeless-Reifen unterscheidet sich von Hersteller zu Hersteller. Angesichts des breiten Angebots an Tubeless-Reifen und Tubeless-Felgen variiert die Kompatibilität von Tubeless-Reifen mit verschiedenen Typen von Tubeless-Felgen erheblich.

  • Nur Tubeless-Reifen verwenden, die vom Felgenhersteller oder Reifenhersteller ausdrücklich für die Verwendung mit den verwendeten Felgen freigegeben sind.
  • Die Anleitungen des Felgenherstellers und Reifenherstellers vor der Montage sorgfältig durchlesen.
  • Bei Fragen zur Kompatibilität von Tubeless-Reifen und Tubeless-Felgen wende dich an deinen MERIDA-Fachhändler.

Die Montage von Tubeless-Reifen auf Tubeless-Felgen erfordert spezielle Kenntnisse, Fertigkeiten und Werkzeuge. Für ein Tubeless-Setup müssen gegebenenfalls zusätzliche Komponenten wie Felgenband, Ventileinsätze, Dichtmittel und Tubeless-kompatible Reifen montiert werden.

Reifenbreite und Felgenbreite / Felgendurchmesser

Felgen und Reifen sind in vielen Durchmessern und Breiten erhältlich. Der Nenndurchmesser der Felge (1) muss mit dem Nenndurchmesser des Reifens (2) übereinstimmen, und die Breite der Felge (3) muss mit der Breite des Reifens (4) kompatibel sein.

Abbildung 6. Maße der Felgen

Abbildung 7. Maße der Reifen

Pedale montieren

Die Pedale besitzen jeweils ein Rechtsgewinde oder ein Linksgewinde. Die Pedale sind mit einem "R" oder "L" auf der Montageseite gekennzeichnet.
  1. Stecke die beiden im Lieferumfang enthaltenen Unterlegscheiben auf beide Pedalachsen.


  2. Drehe das linke Pedal gegen den Uhrzeigersinn in das Gewinde im linken Kurbelarm.
  3. Ziehe das Pedal mit einem Anzugsdrehmoment von 35 Nm fest.


  4. Drehe das rechte Pedal im Uhrzeigersinn in das Gewinde im rechten Kurbelarm.
  5. Ziehe das Pedal mit einem Anzugsdrehmoment von 35 Nm fest.


Nationale Vorschriften für den Straßenverkehr beachten

Gesetzliche Anforderungen

Wenn du mit deinem Fahrrad am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen möchtest, muss es entsprechend den nationalen Vorschriften ausgestattet sein.

Deutschland:

In Deutschland werden die nötigen Ausstattungen für den öffentlichen Straßenverkehr in der „Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung“ (StVZO) geregelt. Folgende Ausstattung muss angebracht sein:

BezeichnungBesondere Hinweise
Weiße Frontleuchte und weißer Reflektor

Die Frontleuchte muss so eingestellt sein, dass andere Verkehrsteilnehmer nicht geblendet werden.

Leuchten und Reflektoren dürfen nicht verdeckt sein.

Rote Rückleuchte und roter ReflektorFrontleuchte und Rückleuchte sowie die Reflektoren müssen während der Dämmerung, bei Dunkelheit oder wenn die Sichtverhältnisse es sonst erfordern, angebracht werden. Die Leuchten sowie die Reflektoren müssen während ihres Betriebs fest angebracht und gegen unabsichtliches Verstellen unter normalen Betriebsbedingungen gesichert sowie ständig einsatzbereit sein.
PedalreflektorBeide Pedale müssen nach vorn und hinten wirkende, gelbe Reflektoren besitzen.
Speichenreflektor

Am Vorderrad und Hinterrad müssen jeweils zwei Speichenreflektoren angebracht werden.

Alternative: Reifen mit Reflexstreifen oder Speichensticks an jeder Speiche.

Schweiz:

In der Schweiz stehen die gültigen Regelungen in den Verordnungen über die technischen Anforderungen an Straßenfahrzeuge in den Artikeln 213 bis 218.

BezeichnungBesondere Hinweise

Weiße oder hellgelbe Frontleuchte

Rote Rückleuchte

Frontleuchte und Rückleuchte können fest angebracht oder abnehmbar sein.

Front- und Rückleuchte müssen eingeschaltet werden, sobald die Sichtverhältnisse es erfordern. Sie müssen nachts bei guter Witterung auf 100 m sichtbar sein.

Front- und Rückleuchte dürfen andere Verkehrsteilnehmer nicht blenden und dürfen nicht blinken.

Leuchten und Reflektoren dürfen nicht verdeckt sein.

Weißer Reflektor

Roter Reflektor

Es müssen mindestens ein nach vorn und ein nach hinten gerichteter Reflektor mit einer Leuchtfläche von mindestens 10 cm² fest angebracht sein. Die Reflektoren müssen nachts bei guter Witterung auf 100 m im Schein eines Motorfahrzeug-Fernlichts sichtbar sein.

PedalreflektorDie Pedale müssen vorne und hinten Rückstrahler mit einer Leuchtfläche von mindestens 5 cm² tragen. Ausgenommen sind Rennpedale, Sicherheitspedale und dergleichen.

Österreich:

Für die Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr in Österreich musst du dich nach der 146. Verordnung / Fahrradverordnung richten. Diese findest du im Bundesgesetzblatt Österreich.

BezeichnungBesondere Hinweise
Weiße Frontleuchte und weißer Reflektor

Die Frontleuchte muss so eingestellt sein, dass andere Verkehrsteilnehmer nicht geblendet werden.

Leuchten und Reflektoren dürfen nicht verdeckt sein.

Rote Rückleuchte und roter ReflektorFront- und Rückleuchte sowie die Reflektoren müssen während der Dämmerung, bei Dunkelheit oder wenn die Sichtverhältnisse es sonst erfordern, angebracht werden. Die Leuchten sowie die Reflektoren müssen während ihres Betriebs fest angebracht und gegen unabsichtliches Verstellen unter normalen Betriebsbedingungen gesichert sowie ständig einsatzbereit sein.
PedalreflektorBeide Pedale müssen nach vorn und hinten wirkende, gelbe Reflektoren besitzen.
Speichenreflektor

Am Vorderrad und Hinterrad müssen jeweils zwei Speichenreflektoren angebracht werden.

Alternative: Reifen mit Reflexstreifen oder Speichensticks an jeder Speiche.

Inspektion vor jeder Fahrt

Bevor du mit deinem Fahrrad losfährst, unterziehe es einer Sicherheitsüberprüfung – idealerweise auf ebenem Untergrund und abseits vom Verkehr.

Kontrolle der Teile auf Festigkeit

  1. Kontrolliere alle Schrauben auf festen Sitz, korrekten Anschluss und korrekten Verschluss.
  2. Kontrolliere Schnellspanner, Steckachsen und Verschraubungen an Vorderrad, Hinterrad und sonstigen Bauteilen.
  3. Kontrolliere die Steckverbindungen am Akku, Bedienteil und Display sowie am Antrieb.
  4. Kontrolliere den Akku in seiner Halterung und die Verriegelung

Lasse dein Fahrrad aus geringer Höhe auf den Boden springen. Gehe evtl. auftretenden Klappergeräusche nach. Prüfe ggf. Lager, Schraubverbindungen und den korrekten Sitz des Akkus.

Bremswirkung kontrollieren

  1. Mache eine Bremsprobe im Stillstand, indem du die Bremshebel mit Kraft zum Lenker ziehst und die komplette Bremskraft aufbringst.
  2. Prüfe, ob die Vorderradbremse korrekt funktioniert. Fahre dazu das Fahrrad mit langsamer Geschwindigkeit und ziehe die Vorderradbremse. Das Fahrrad sollte unmittelbar anhalten.
  3. Wiederhole diesen Vorgang auch für die Hinterradbremse.

Der Druckpunkt muss sofort stabil sein. Lässt sich erst nach mehrmaligem Betätigen des Bremshebels ein stabiler Druckpunkt erfühlen, solltest du dein Fahrrad sofort bei deinem MERIDA-Fachhändler überprüfen lassen.

Lenker überprüfen

Abbildung 8. Winkel des Lenkers

  1. Stelle sicher, dass der Lenker im 90°-Winkel zum Vorderrad steht.
  2. Überprüfe den festen Sitz des Lenkers, damit er sich während der Fahrt nicht verdreht und Stürze zur Folge hat.
  3. Stelle sicher, dass beim Lenken keine Züge gezogen werden oder sich verfangen können.
  4. Achte auf einen festen Sitz und guten Zustand der Griffe. Sollten die Griffe lose sein oder Schnitte, Risse oder abgenutzte Stellen aufweisen, tausche die Griffe aus oder lass die Griffe von deinem MERIDA-Fachhändler austauschen.
  5. Stelle sicher, dass die Lenker-Enden und etwaige Aufsätze mit Stopfen verschlossen sind. Sollten die Lenker-Endstopfen beschädigt sein, tausche diese aus.
  6. Achte bei Lenkern mit Aufsätzen am Lenker-Ende darauf, dass diese entsprechend den Herstellervorgaben für Lenker und Aufsätze geklemmt sind.
  7. Stelle außerdem sicher, dass Lenker, Aufsätze, Griffe und Brems- und Schalthebel korrekt befestigt sind und dass die sichere Handhabung des Fahrrads, einschließlich ungehindertem Lenken, Bremsen und Schalten, gewährleistet ist.

Laufräder prüfen

  1. Prüfe die Speichen und Felgen
    1. Kontrolliere die Speichen und Felgen auf Beschädigungen.
  2. Prüfe die Drehbarkeit und festen Sitz im Rahmen
    1. Drehe das Vorderrad - es sollte sich ohne seitliche Ausschläge in der Gabel drehen, ohne Bauteile zu berühren.
    2. Drehe das Hinterrad - es sollte sich ohne seitliche Ausschläge in der Gabel drehen, ohne Bauteile zu berühren.
    3. Kontrolliere den vollständigen Sitz der Achsen in den Ausfallenden.
    4. Hebe dein Fahrrad an und schlage mit der Faust oben auf den Reifen. Das Laufrad darf nicht herausfallen, locker sein oder sich seitwärts bewegen.
  3. Prüfe die Schnellspanner
    1. Stelle sicher, dass der Hebel korrekt positioniert und umgelegt ist, wenn dein Fahrrad mit einem Schnellspanner gesichert ist.
    2. Achte darauf, dass der Schnellspanner folgende Teile nicht berührt: Gabel, Anbauteile, Speichen oder Bremssysteme.

  1. Prüfe den Reifendruck
    1. Kontrolliere mithilfe einer Rennpumpe mit Manometer, ob die Reifen mit dem empfohlenen Luftdruck aufgepumpt sind.
    2. Pumpe die Reifen immer gemäß der Angabe auf den Reifenflanken oder Felgen auf.

Anmerkung: Reifen, bei denen das Profil abgefahren ist oder die Flanken brüchig sind, bergen eine hohe Unfall- und Sturzgefahr. Der innere Aufbau des Reifens kann beschädigt werden, wenn Schmutz oder Feuchtigkeit ins Innere gelangen.

  1. Prüfe den Reifenverschleiß
    1. Kontrolliere den Reifenverschleiß an deinem Fahrrad.
    2. Tausche die Reifen ggf. aus.
  2. Prüfe die Ventile
    1. Kontrolliere, ob die Ventile gerade stehen. Schäden an der Bereifung können zu einem plötzlichen Platzen des Schlauchs führen.

Sattel und Sattelstütze prüfen

  1. Kontrolliere, ob der Sattel richtig ausgerichtet ist und mit dem Oberrohr auf einer Linie liegt.
  2. Kontrolliere den festen Sitz der Sattelstreben oder Klemmschelle, um ein Verdrehen, Neigen oder Verschieben des Sattels während der Fahrt zu verhindern.

Nach einem Sturz oder Aufprall

Untersuche den Rahmen und die Komponenten auf Schäden und setzte die Fahrt nicht fort, falls du eine Beschädigung feststellst!

Folgende Komponenten und Funktionen sind zu kontrollieren:

Rahmen und Federgabel

Anmerkung: Rahmen und Gabeln aus Carbon sind besonders steif und belastbar. Bei Überlastung oder Stößen auf das Material verbiegen sich die Carbonfasern jedoch nicht, sondern brechen. Bei ausreichend starken Stößen kann es zu Schäden am Material kommen, die nicht sofort erkennbar sind, aber in der Folge zu Materialversagen führen können.
  1. Kontrolliere, ob der Rahmen oder die Federgabel gebrochen oder verbogen sind.
  2. Falls dein Fahrrad einen Carbonrahmen besitzt, prüfe den Carbonrahmen auf Risse oder weiche Stellen im Carbon.

Schaltung und Laufräder

  1. Kontrolliere die Schaltung, indem du alle Gänge durchschaltest und auf reibungslosen Lauf ohne Verzögerungen oder Geräusche achtest.
  2. Prüfe die Laufräder, indem du sie drehst und auf Seitenschlag, schleifende Bremsen sowie lockere Speichen oder Achsenspiel achtest.
Anmerkung: Solltest du Beschädigungen an diesen Teilen finden, setze die Fahrt nicht fort!

Auch wenn keinerlei Beschädigungen feststellbar sind, achte bei der weiteren Fahrt sehr genau auf ungewöhnliche Geräusche deines Fahrrads. Diese könnten auf Schäden oder sonstige Probleme hinweisen. Fahre auf keinen Fall weiter, falls du ungewöhnliche Geräusche feststellen solltest.

Bei Zweifeln über den Zustand des Materials nach einem Sturz oder Unfall, wende dich bitte immer an deinen MERIDA-Fachhändler. Manche Folgen eines Sturzes oder Unfalls lassen sich nur erkennen, wenn das Fahrrad vollständig auseinandergebaut und auf Risse oder andere Anzeichen einer Beschädigung untersucht wird.

Montage / Demontage Laufrad

Wartung und Pflege

Fahrrad reinigen

Benötigte Utensilien

  • Wasserschlauch
  • Eimer
  • milde Seife / handelsüblicher Neutralreiniger
  • weiche Bürste
  • weiches Mikrofasertuch

  1. Befeuchte dein Fahrrad mit einem Wasserschlauch und reinige es dann mit einer weichen Bürste und, falls nötig, mit Seifenwasser von oben nach unten.
  2. Spüle das Fahrrad ab und wische es mit einem Mikrofasertuch trocken.

Kette schmieren

Eine ordnungsgemäße Schmierung gewährleistet einen geschmeidigen und leisen Lauf der Kette und verlängert die Lebensdauer. Die Kette muss in regelmäßigen Abständen, je nach Verschmutzungsgrad von abgelagerten Schmutz und Öl gereinigt werden. Spezielle Kettenentfetter sind nicht erforderlich.

Abbildung 9. Kette schmieren

Du benötigst ein geeignetes Schmiermittel für Fahrradketten und einen Lappen.

  1. Trage auf die möglichst blanken Kettenglieder Schmiermittel auf die untere Kettenhälfte auf. Damit verhinderst du, dass das Schmiermittel auf die Kettenstrebe oder das Laufrad tropft.

  1. Drehe die Pedale rückwärts und trage dabei das Kettenöl tröpfchenweise auf die Innenseite der Kette auf.
  2. Drehe die Kette mehrere Umdrehungen durch.
  3. Das Fahrrad einige Minuten stehen lassen, damit der Schmierstoff in die Kette eindringen kann.
  4. Überschüssiges Schmiermittel mit einem Lappen abreiben, damit es während der nächsten Fahrt nicht spritzt oder unnötig Schmutz anzieht.

Wartungsplan

Die Wartungen beinhalten eine vollständige Kontrolle sämtlicher Bauteile. Nach der ersten Fahrt sollte das neue Fahrrad grundsätzlich überprüft werden.

Du solltest dein MERIDA-Fahrrad zur Erstinspektion bei einem MERIDA-Fachhändler abgeben, sobald einer der folgenden Fälle eintritt:

  • 100 km bis 300 km Fahrleistung
  • 5 Stunden bis 10 Stunden Fahrtzeit
  • nach 4 bis 6 Wochen
  • spätestens nach 4 Monaten

Die angegebenen Zeitangaben sind als Anhaltspunkt gedacht, bei einer Fahrleistung zwischen 1000 km und 2000 km jährlich oder zwischen 50 Stunden und 100 Stunden Fahrtzeit. Maßgeblich ist der zuerst eintretende Fall.

Wenn du regelmäßig auf schlechten Wegstrecken fährst, verkürzen sich die Wartungsintervalle dem härteren Einsatz entsprechend.

BauteilgruppeWartungsmaßnahmeIntervall
RahmenSichtkontrolle auf Risse & BeschädigungenVor jeder Fahrt
 Alle Schrauben auf festen Sitz prüfenMonatlich
SteuersatzlagerPrüfung auf Leichtgängigkeit & SpielHalbjährlich
 Lager reinigen & fettenHalbjährlich
 Verschlissene Lager tauschenNach Bedarf
HinterbauSichtprüfung auf Spiel & VerschleißHalbjährlich
 Lager vorsichtig reinigen & fettenHalbjährlich
 Verschlissene Lager tauschenNach Bedarf
Federung (Gabel & Dämpfer)Dichtungen reinigen & schmierenHalbjährlich
 Luftdruck & Dämpfungseinstellungen prüfenMonatlich
 Gabel & Dämpfer Öl-Service (je nach Hersteller)Halbjährlich
Laufräder & ReifenReifendruck prüfen & ggf. anpassenVor jeder Fahrt
 Reifen auf Schnitte & Profilverschleiß prüfenMonatlich
 Speichenspannung & Rundlauf der Laufräder prüfenHalbjährlich
SteckachsenSteckachsen auf festen Sitz prüfenMonatlich
 Gewinde reinigen & leicht fettenHalbjährlich
Antrieb (Kette, Kassette, Kettenblatt, Schaltung)Kette reinigen & schmierenVor jeder Fahrt/nach Bedarf
 Schaltung justierenHalbjährlich
 Kette auf Verschleiß prüfen & ggf. tauschenHalbjährlich
InnenlagerPrüfung auf Spiel & KnarzgeräuscheHalbjährlich
 Ausbau, Reinigung & Fetten (bei geschraubtem Lager)Jährlich
 Bei Pressfit-Lagern: Austausch bei VerschleißNach Bedarf
BremsenBremsbeläge & Bremsscheiben auf Verschleiß prüfenMonatlich
 Bremsflüssigkeit wechselnJährlich
BeleuchtungFunktionsprüfung (Vorderlicht & Rücklicht)Monatlich

Die Wartungstätigkeiten kannst du auch selbst durchführen, wenn du über handwerkliches Geschick, etwas Erfahrung und geeignetes Werkzeug, z. B. Drehmomentschlüssel, verfügst. Sollten bei der Prüfung Mängel erkennbar sein, leite umgehend Maßnahmen ein.

Dein MERIDA-Fachhändler unterstützt dich fachkundig bei Fragen rund um alle Wartungstätigkeiten.

Umwerfersockel montieren

Es gibt einen Umwerfersockel für die gängigen Antriebe.

  • Der REACTO CF5 Rahmen ist ausschließlich für Di2 und Wireless-Umwerfer geeignet.
  • Der RECACTO CF3 Rahmen ist zusätzlich auch für mechanische Umwerfer ausgelegt.
  1. Führe das Di2-Kabel durch die Rahmenöffnung am Sitzrohr.


  2. Montiere die Unterlegscheibe. Die Markierung muss von außen lesbar sein und der Pfeil muss nach oben ausgerichtet sein. Falls kein Umwerfer verbaut wird, kannst du den Blindstopfen verbauen (A2143000159).


Shimano Di2-Batterie ausbauen

Die Shimano Di2-Batterie kann zur Wartung oder bei Funktionsproblemen aus dem Rahmen ausgebaut werden. Der Batteriehalter ist unter dem Rad, hinter dem Tretlager im Rahmen verschraubt.

  1. Schraube den vorhandenen Batteriehalter heraus, indem du die beiden Befestigungsschrauben des Batteriehalters löst.


  2. Kippe den Batteriehalter vorsichtig nach vorne.
  3. Entnimm den Batteriehalter nach vorne und unten aus dem Rahmen.
    Anmerkung: Falls sich der Batteriehalter nicht entnehmen lässt, müssen zuerst die Kurbel und das Tretlager ausgebaut werden, um ausreichend Platz für die Entnahme zu schaffen.
  4. Entnimm die Di2-Batterie.
  5. Löse das Di2-Kabel vorsichtig von der Batterie.


  6. Streife die O-Ringe nach oben über den Batteriehalter ab.
  7. Entnimm die Di2-Batterie aus dem Batteriehalter.

Shimano Di2-Batterie einbauen

  1. Setze die Di2-Batterie in den Batteriehalter ein.
  2. Ziehe die O-Ringe über die Di2-Batterie und den Batteriehalter.
  3. Schließe das Di2-Kabel an die Batterie an. Der rot hervorgehobene Anschluss muss belegt sein.


    Anmerkung: Beachte die Montageposition aus der Shimano-Anleitung.
  4. Setze den Batteriehalter in den Rahmen ein und befestige ihn mit den beiden Schrauben.

Geräuschvermeidung

Sollte die Di2-Batterie während der Fahrt klappern, kann sie wie folgt fixiert werden.

  • Die Batterie mit Klebeband umwickeln, um Spiel im Batteriehalter zu reduzieren.
  • Alternativ kann Lenkerband um die Di2-Batterie gewickelt werden, um einen festen Sitz zu garantieren.


Shimano Powermeter Magnet montieren

Der Magnet für Shimano Powermeter ist unter der Chainsuckplate an der rechten Kettenstrebe montiert.
  1. Demontiere die Kurbel.


    Anmerkung: Beachte die Anleitung von Shimano.
  2. Entferne die Chainsuckplate.


  3. Reinige die Montagefläche an der rechten Kettenstrebe gründlich.


  4. Setze den neuen Magneten an die vorgesehene Position ein. Der Magnet muss korrekt positioniert sein, damit der Shimano Powermeter das Signal erkennen kann.
  5. Klebe eine neue Chainsuckplate auf.


  6. Montiere die Kurbel wieder.

Cable Routing

Cable Routing – REACTO V (generelle Information)

  • Die Rahmenplattform REACTO V ist in zwei Varianten verfügbar: CF3 und CF5. Mechanische Schaltgruppen können ausschließlich am CF3-Rahmen montiert werden.
  • Der CF5-Rahmen ist ausschließlich für elektronische Schaltsysteme vorgesehen, da dieser Rahmen keine Vorbereitung für mechanische Schaltzüge besitzt.

Anforderungen bei mechanischen Schaltgruppen

Beim Aufbau eines REACTO V CF3 mit mechanischer Schaltgruppe sind folgende Punkte zwingend zu beachten:

  • Mechanische Schalthüllen mit 3,5 mm Außendurchmesser müssen verwendet werden.
  • Bei der Verwendung von Jagwire sind 3,5 mm Shifting Cables zu verwenden.
  • Der reduzierte Durchmesser ist notwendig, um einen optimalen Lenkwiderstand und eine freie Beweglichkeit des Lenkers im integrierten Cockpit-Bereich und Headset-Bereich sicherzustellen.

Kabelführung im Headset-Bereich

  • Die Schaltzüge (rot/blau), sowie die Bremsleitung (grün/orange) werden vom Cockpit aus durch das Headset in den Rahmen und die Gabel geführt.
  • Beim Eintritt in das Headset müssen die Leitungen hinter dem Gabelschaft gekreuzt werden.
Abbildung 10. Cable Routing 1

Abbildung 11. Cable Routing 2

Anmerkung:

Die Kreuzung der Leitungen sorgt dafür, dass:

  • sich der Lenker frei und gleichmäßig bewegen kann
  • der Lenkwiderstand gering bleibt
  • keine Spannung oder Reibung an den Leitungen entsteht
  • Blockieren oder Klemmen im Steuerbereich vermieden wird

TEAM CW Lenker nachrüsten

Falls du den CW Lenker nachrüsten möchtest, stelle sicher, dass der Lagersitz folgende Abmessungen aufweist.



TEAM CW Lenker montieren

  1. Setze Hülse, Spacer und Steuersatzabdeckung zu einem Paket zusammen.


  2. Setze das Lager und den Zentrierring auf den Gabelschaft. Schiebe anschließend Hülse, Spacer und Steuersatzabdeckung auf den Gabelschaft.


  3. Führe die Bremsleitungen durch das Lager, die vordere Öffnung der Hülse, die Öffnungen des Zentrierrings und die Öffnungen der Spacer.


    Anmerkung: Die Steuersatzabdeckung weist an der Rückseite einen kleinen Pin auf, der in den Schlitz des Zentrierrings eingreifen muss. Der breite Schlitz auf der Rückseite muss auf dem Spacer oder der Steuersatzabdeckung aufliegen.
  4. Kontrolliere, dass Steuersatzabdeckung, Unterlegscheibe und Zentrierring noch korrekt positioniert sind.


  5. Führe die Bremsleitungen durch den Lenker. Falls Schwierigkeiten auftreten, kann es helfen, die Bremsleitung ohne den metallenen Pin durchzuführen.


  6. Schiebe den Vorbau auf die Hülse. Ziehe nach und nach die Bremsleitungen aus den Öffnungen an den Bremsgriffen heraus.


  7. Setze den Expander in den Gabelschaft ein und ziehe ihn mit maximal 8 Nm fest, sobald alle Teile korrekt positioniert sind.


  8. Setze die Top Cap mit der Schraube in den Expander ein und ziehe die Schraube zur Einstellung des Lagerspiels spielfrei an.


    Anmerkung: Verwende hierfür einen Drehmomentschlüssel.
  9. Ziehe die Klemmschrauben des Vorbaus gleichmäßig fest, indem du die Schrauben abwechselnd jeweils um etwa eine Viertelumdrehung anziehst, bis ein Anzugsdrehmoment von 5–6 Nm erreicht ist.


  10. Setze die Vorbauabdeckung auf den Vorbau und stelle sicher, dass die beiden seitlichen Haken korrekt eingerastet sind.


  11. Verdrehe den Lenker nacheinander in beide Richtungen bis zum maximal möglichen Lenkeinschlag, um sicherzustellen, dass die hintere Bremsleitung ausreichend lang ist.


  12. Folge den Anweisungen des Bremsenherstellers, um die Bremsleitung auf die korrekte Länge zu kürzen und fachgerecht anzuschließen.

TEAM CW / TEAM SL 1P Computerhalterung montieren

  1. Bringe den Lenkeradapter mithilfe der Senkkopfschraube am Lenker an und ziehe diese mit einem Anzugsdrehmoment von 5 Nm fest.


  2. Montiere die Grundplatte je nach gewünschter Position in der höheren oder tieferen Ausführung.


  1. Installiere die Computerhalterung in der gewünschten Position und ziehe die Befestigungsschrauben mit ca. 2 Nm fest.


TEAM SL 1P Lenker nachrüsten

Falls du den Lenker nachrüsten möchtest, stelle sicher, dass der Lagersitz folgende Abmessungen aufweist.



TEAM SL 1P Lenker montieren

  1. Setze Hülse, Spacer und Steuersatzabdeckung zu einem Paket zusammen. Optional kannst Du für den Zeitraum des Zusammenbaus die Spacer mit Klebeband miteinander befestigen.


  2. Setze das Lager und den Zentrierring auf den Gabelschaft. Schiebe anschließend Hülse, Spacer und Steuersatzabdeckung auf den Gabelschaft.


  3. Führe die Bremsleitungen durch das Lager, die vordere Öffnung der Hülse, die Öffnungen des Zentrierrings und die Öffnungen der Spacer.


    Anmerkung: Die Steuersatzabdeckung weist an der Rückseite einen kleinen Pin auf, der in den Schlitz des Zentrierrings eingreifen muss. Der breite Schlitz auf der Rückseite muss auf dem Spacer oder der Steuersatzabdeckung aufliegen.
  4. Kontrolliere, dass Steuersatzabdeckung und Zentrierring noch korrekt positioniert sind.


    Anmerkung: Ziehe den Expander nicht fest, bevor die Hülse und der Vorbau auf den Gabelschaft aufgeschoben wurden. Das hilft, alle Teile einfacher in die korrekte Position zu schieben.
  5. Führe die Bremsleitungen durch den Lenker. Falls Schwierigkeiten auftreten, kann es helfen, die Bremsleitung ohne den metallenen Pin durchzuführen.


  6. Schiebe den Vorbau auf die Hülse. Ziehe nach und nach die Bremsleitungen aus den Öffnungen an den Bremsgriffen heraus.


  7. Setze den Expander in den Gabelschaft ein und ziehe ihn mit maximal 8 Nm fest, sobald alle Teile korrekt positioniert sind.


  8. Setze die Vorbauabdeckung auf den Vorbau und stelle sicher, dass die beiden Pins korrekt positioniert sind.


    Anmerkung: Stelle sicher, dass der Zentrierring, die Steuersatzabdeckung, montierte Spacer sowie die Hülse korrekt positioniert sind.
  9. Ziehe die Schraube zur Einstellung des Lagerspiels spielfrei an.


    Anmerkung: Verwende hierfür einen Drehmomentschlüssel.
  10. Ziehe die Klemmschrauben des Vorbaus gleichmäßig fest, indem du die Schrauben abwechselnd jeweils um etwa eine Viertelumdrehung anziehst, bis ein Anzugsdrehmoment von 5 – 6 Nm erreicht ist.


  11. Verdrehe den Lenker nacheinander in beide Richtungen bis zum maximal möglichen Lenkeinschlag, um sicherzustellen, dass die hintere Bremsleitung ausreichend lang ist.


  12. Folge den Anweisungen des Bremsenherstellers, um die Bremsleitung auf die korrekte Länge zu kürzen und fachgerecht anzuschließen.

TEAM CW / TEAM SL 1P Computerhalterung montieren

  1. Bringe den Lenkeradapter mithilfe der Senkkopfschraube am Lenker an und ziehe diese mit einem Anzugsdrehmoment von 5 Nm fest.


  2. Montiere die Grundplatte je nach gewünschter Position in der höheren oder tieferen Ausführung.


  1. Installiere die Computerhalterung in der gewünschten Position und ziehe die Befestigungsschrauben mit ca. 2 Nm fest.


V-Mount mit integriertem Multitool

Dein Fahrrad enthält eine Werkzeugbox und ein Multitool unter dem Sattel. Der V-MOUNT ermöglicht die Montage der Werkzeugbox und des Multitools unter dem Sattel.

MERIDA Multitool 12-in-1

Abbildung 12. Multitool

Multitool V-Mount Box zur Installation unter dem Sattel

Abbildung 13. Multitool am Sattel

Das Multitool enthält die folgenden Werkzeuge:

  • Sechskantschlüssel: 2/2,5/3/4/5/6/8 mm
  • Schraubendreher: +/-
  • Torx: T10/T25/T30

Um das Multitool zu benutzen, öffne die Klappe des Werkzeugkastens und ziehe es heraus. Um es zu verstauen, schiebe es einfach zurück in den Werkzeugkasten und schließe die Klappe.

Um die ganze Box vom Sattel zu entfernen, nehme das Werkzeug aus der Box und löse die Klappe von der Box, indem du die Box herausziehst. Schraube die Box mit einem 3-mm-Inbusschlüssel vom V-MOUNT ab.

Bar/Stem Head combinations

Abbildung 14. Bar/Stem Head combinations

Maximale Gabellänge und Distanzstücklänge

Die maximale Gabellänge, gemessen von der Achse zur Gabelkrone, beträgt 385 mm.

Es dürfen maximal 30 mm lange Steuerrohr-Distanzstücke verbaut werden.

Technische Daten des Rahmens

Technisches DatumWert
Maximum system weight120 kg
Frame warrantylifetime
Bottle size and position0,75 l DT, 0,75 ST
Axle typeThru-Axle
Maximum Torque, thru-axle10 Nm
Max. wheel size622x32
Max. chainring sizeShimano: 54/40t, SRAM 46/33t
ChainlineShimano 44,5 mm, SRAM 45 mm
Max. fork length385 mm
Upper headsetIS52
Lower headset rotation360°
Lower headsetIS52
Brake mount standard rearFlatmount 140 mm
Max. rotor sizes rear160 mm
Brake mount standard frontFlatmount 140mm with cooler
Max.rotor size front160mm
BB standardPF86
Seat post diameterReacto Seatpost
Rear axle standard12x142 mm
Rear axle dimensionsShimano E-Thru 12x142 (Thread inside RD hanger); axle length 162,5 mm
Front axle standard12x100 mm
Front axle dimensionsShimano E-Thru 12x100 (Thread inside fork); axle length 120 mm
Front derailleur mountingBrazed on / removal
Frame lockNo
Frame weightMedium Frame 1185 g
Fork weight519 g
Derailleur hangerDH-067 and DH-068

Explosionszeichnung

Abbildung 15. Explosionszeichnungen REACTO





Recycling und Entsorgung

Entsorge dein Fahrrad und seine Komponenten nicht über den Hausmüll!

Dein Fahrrad ist gemäß den geltenden gesetzlichen Vorschriften umweltgerecht zu entsorgen. Metallische Bestandteile wie Rahmen, Gabel und Anbauteile sind dem Metallrecycling zuzuführen. Kunststoffe, Gummi und sonstige Materialien sind entsprechend ihrer Materialart zu trennen und über geeignete Sammelstellen zu entsorgen. Elektrische oder elektronische Bauteile (z. B. Beleuchtung) sowie Batterien oder Akkus sind separat als Elektroabfall bzw. Sonderabfall zu entsorgen und dürfen nicht in den Hausmüll gelangen. Vor der Entsorgung sollten wiederverwendbare Bauteile demontiert und – sofern möglich – einer Wiederverwendung oder fachgerechten Verwertung zugeführt werden.